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Erwachsenen-GF: Geglückter Saisonstart mit viel Luft nach oben

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Eine neue Saison, eine neue Spielgemeinschaft und eine neue Liga. Der Reboot der Erwachsenenspielgemeinschaft ist ausgelöst. In dieser Saison gehen die Erwachsenen als SG Tetenbüll/Siems/Wyk in der Großfeld Verbandsliga Nord auf Torjagd.

Nach dem Wechsel von Flemming Per Kühl in die Schweiz und dem Karriereende von Francesco Witte wird die SG durch junge, verbandsligaerfahrene Spieler des Wyker TB ergänzt. Die neuformierte Spielgemeinschaft konnte zu Beginn der laufenden Saison erste Erfolge verbuchen. In einem Testspiel beim Zweitligisten TSV Neuwittenbek musste man sich zwar mit 10:4 (5:1, 1:0, 4:3) geschlagen geben, konnte aber in den Dritteln zwei und drei mit einer weitestgehend überzeugenden Abwehrarbeit glänzen. Nach einem aufgeregten ersten Drittel dauerte es fast bis zur zweiten Drittelpause, bis unser glänzend aufgelegter Keeper Matthias Maiworm wieder hinter sich greifen musste.

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Das letzte Drittel startete kurios durch ein Bully-to-Goal-Solo, im Team als klassischer „Vincent“ bekannt, von Kapitän Vincent Jackisch, der beim Bully den Ball nach vorne in die gegnerische Hälfte, dann an einem Abwehrspieler vorbei und schließlich ins neuwittenbeker Tor legte. Bis kurz vor Schluss konnte die SG das dritte Drittel mit 1:3 für sich behaupten, ehe der Zweitligist nochmal alle Kräfte mobilisierte und das Ergebnis des Drittels auf 4:3 korrigierte. Das Testspiel zeigte auf beeindruckende Art und Weise, zu welcher Leistung die Jungs und Mädels der neuformierten Spielgemeinschaft in der Lage sind und machte Mut und Laune auf die bevorstehende Saison.

Der erste Gegner der Saison sollte nun vergangenes Wochenende der TSV Schwarzenbek in Hamburg sein. Hier wollte man nahtlos an die Defenseleistung des Testspieles anknüpfen und auch in der Vorwärtsbewegung mehr Zug entwickeln. Das Spiel offenbarte aber stattdessen, dass für das gesamte Team noch viel Luft nach oben besteht. Ein 2-Minuten-Powerplay nach 8:25 Minuten konnte wegen mangelnder Bewegung, unkluger ungenauer Pässe und kaum Zug zum Tor nicht genutzt werden. So dauerte es bis zur 13 Minute ehe Jannik Luther den 1:0 Führungstreffer markieren konnte. Weitere 6 Minuten später konnte Roman Gottschalk auf 2:0 erhöhen. Schon in der ersten Drittelpause war klar, dass gerade im Spiel nach vorne die Defenseline und der Center viel zu weit von der Offenseline entfernt agierten, nicht schnell genug nachrückten, aber auch die Offenseline zu wenig für den Aufbau arbeitete und es schlichtweg an Kreativität im Spielaufbau mangelte.

Dies wollte man nun im zweiten Drittel besser machen. Nur eineinhalb Minuten nach Wiederanpfiff kassierte Kapitän Vincent Jakisch eine 2-Minuten-Zeitstrafe wegen eines „Sonstigen Vergehens“. Aber auch die Schwarzenbeker entpuppten sich nicht als Powerplayspezialisten und konnten gegen eine souveräne Unterzahl der SG kein Tor markieren. Nach dem zwischenzeitlichen 3:0 durch Jonas Tietz konnte dann auch der Gegner durch Timo Meinhold zum ersten Mal jubeln. Bevor die Schwarzenbeker erneut zweimal einnetzten, konnte Roman Gottschalk mit dem 4:1 erneut jubelnd abdrehen. Eine halbe Minute vor Schluss des zweiten Drittels konnte auch Jonas Tietz sein Punktekonto mit dem 5:3 aufstocken.

Das letzte Drittel wurde wieder durch eine 2-Minuten-Zeitstrafe dieses Mal gegen die Schwarzenbeker wegen Stockschlags eröffnet. Auch dieses Powerplay spielte die SG zu schwach aus und konnte es nicht nutzen. Erst als die Spielerstärke auf dem Feld wieder ausgeglichen war, erhöhten Jannik Luther und Momme Cornils auf 6:3 bzw. 7:3. Nach einem weiteren Tor der Schwarzenbeker zum 7:4 passierte lange Zeit nichts mehr, ehe Jonas Tietz mit seinem dritten Treffer den 8:4 Endstand markierte.

Dieser souveräne und an sich nie gefährdete Sieg gegen den TSV Schwarzenbek kaschiert ein wenig die Baustellen, die sich in Mengen im Spiel offenbarten. Einige, wie beispielsweise das Zusammenspiel in den Lines, sind dem mangelnden gemeinsamen Training geschuldet, dass durch die großen Distanzen zwischen den SG-Teilnehmern nur in Trainingslagern möglich wäre. Andere Baustellen aber, wie das zu lange Halten des Balles, unkluge und ungenaue Pässe, viele Schwächen und Unkonzentriertheiten in der Ballannahme oder Ballmitnahme, sind Dinge, an denen wohl jeder Spieler noch arbeiten muss.

Für die SG geht es am kommenden Wochenende in der zweiten Runde des Floorball Deutschland Pokals hoffentlich erfolgreich weiter. Am Sonntag, dem 16.10.2016, ist der Verbandsligist UHC Elster (Sachsen-Anhalt) aus der Verbandsliga Ost Staffel 2 in Norddeutschland zu Gast. Bully ist um 13 Uhr in der Dreilandenhalle in Garding.

Für die SG spielten: Matthias Maiworm (T), Simon Schmüser (T), Jonas Tietz (3 Tore /3 Assist), Vincent Jackisch (K, 0/1), Roman Gottschalk (2/1), Mattia Bohnet, Momme Cornils (1/0), Alessio Witte, Jannik Luther (2/1), Henning Eggert, Finn Thomsen, Nicolai Petter

Tags : ErwachseneGroßfeld

The author Malek